APUPA Österr. Gesellschaft für Dekubitusprävention

2018 startet die APUPA (Österr. Gesellschaft für Dekubitusprävention) gemeinsam mit dem Karl Landsteiner Institut für Human Factors & Human Resources im Gesundheitswesen eine Initiative zur Erhöhung der Qualität in der Dekubitusprophylaxe und –versorgung.

Fachforum Qualitätsindikator Dekubitus

Das Fachforum Qualitätsindikator Dekubitus ist die Auftaktveranstaltung der Initiative 2018 und findet am 16.01.2018 ganztägig statt. Anmeldung direkt über den Link Fachforum Qualitätsindikator Dekubitus.

Ab Februar 2018 Start mit ausgewählten Partnerinstitutionen zur Implementierung der nationalen Empfehlung der APUPA „Qualitätsindikator Dekubitus“

Der Qualitätsindikator Dekubitus ist ein Teilaspekt der Versorgungsqualität mit starkem pflegerischen Einfluss. Er kann als eine Grundlage herangezogen werden, um die Entwicklung des Versorgungsprozesses zu steuern, sowie das Monitoring und die Qualität der Dekubitusprophylaxe und -versorgung in der Praxis zu unterstützen bzw. zu erhöhen.

Das Positionspapier liegt vor und es geht jetzt darum, die erarbeiteten Inhalte in die Praxis überzuführen. Die Vorteile sind klar:

- Erhöhung der Qualität in der Dekubitusprophylaxe und -versorgung

- Vermeidung von Folgekosten

- Generierung von objektiven, internen Qualitätsdaten

- Möglichkeit eines operativen Controllings

- Publikation aus der wissenschaftlichen Begleitung

Dabei unterstützende Maßnahmen:

- Mentorenprogramme und Multiplikatorenschulungen

- Workshops

- Vorträge und Schulungen

- Deku.Online (Arbeitstitel), eine Website im Rahmen der APUPA-Homepage mit allen Informationen rund um das Thema Dekubitus, Downloads, Filmen und der Möglichkeit, Fragen an Experten zu stellen

FOKUS:PRAXIS-Tage zum Thema Dekubitus

Österreichischer Dekubitustag für ExpertInnen, Fachpersonal und Betroffene

Die Initiative folgt dem Motto:

Kompetenz erleben – lernen – sehen – tun – nutzen

Helfen Sie mit, das Bewusstsein für den Qualitätsfaktor Dekubitusprophylaxe und –behandlung zu erhöhen!

Bei dieser Initiative geben sich Forschung und Praxis, Industrie und AnwenderInnen die Hand, um gemeinsam die Verhinderung von Dekubiti bzw. die optimale Behandlung dennoch entstehender Dekubiti voranzutreiben.

2. Gesundheitspolitisches Sonderforum - Pflege im Fokus

… zwischen medialer Kritik, Professionalität und Engagement

… zwischen Situation, Rahmenbedingungen und Reformwillen

Initiiert wurde die Veranstaltung von Mag. Dr. Annelies Fitzgerald (Karl Landsteiner Institut für Human Factors & Human Resources) die als Schirmherrin fungiert und die Initiative ins Leben gerufen hat. Moderiert wurde die Veranstaltung von Alexander Seidl (health care communication), der mit seiner charmanten Moderation für angeregte Diskussionen auf dem Podium gesorgt hat, so dass die Veranstaltung wie im Flug vorübergegangen ist.

Rede und Antwort zu den aktuellen Themenstellungen im Gesundheitswesen standen Ursula Frohner, Präsidentin des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes, Dir. Lydia Viktoria Gromer, Leitung des zentralen Pflegemanagements der Barmherzigen Brüder Provinzialat Österreich, Markus Mattersberger, Präsident Lebenswelt Heim, Dr. Heidi Pacher, Geschäftsbereichsleiterin der Volksanwaltschaft, Dr. Sigrid Pilz, Pflege- und PatientInnenanwältin, Mag. Sigrid Schmiedl, MA Geschäftsführerin APSC Business Solutions sowie BM a.D. Rudolf Hundstorfer. Die Erkenntnis des Abends: eigentlich war die Zeit für die Komplexität der Thematik viel zu kurz. Ein großes Dankeschön an die Veranstalter des sehr gelungenen Events.

Im Anschluss an die sehr angeregte Podiumsdiskussion wurde in gemütlicher Atmosphäre in der Skylounge der Universität Wien weiterdiskutiert. Quintessenz aus der Veranstaltung: es besteht ein dringender Bedarf an Lösungen, diese gilt es Einrichtungsspezifisch zu erarbeiten. An einer Fortsetzung wird bereits gearbeitet ...

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2. Gesundheitspolitisches Sonderforum - Pflege im Fokus

1. Gesundheitspolitisches Sonderforum des Karl Landsteiner Instituts für Human Factors und Human Resources

Im zukunftsorientierten Dialog ist das Spannungsfeld der Pflege zwischen wachsenden Anforderungen, Professionalisierung, Ressourcenverknappung, Arbeitsbelastung, und der fehlenden psychosozialen Unterstützung im Fokus gestanden. Durch den Abend geleitete Dr. Annelies Fitzgerald als Institutsleitung des Karl Landsteiner Instituts für Human Resources und Human Faktors. Sie schaffte es eine ausgewogene und tiefgehende Diskussion in Gang zu setzen und auf zukünftige Herausforderungen im Gesundheitswesen respektive in der Pflege aufmerksam zu machen. Am Podium und mit dem Auditorium wurde angeregt diskutiert. Trotz der heißen Temperaturen nahmen sich 70 FachkollegInnen Zeit auch im Anschluss an die Veranstaltung sich in einem gemütlichen Ambiente zu den Themen weiterführend auszutauschen.

APSC Business Solutions war mit dabei. Mag. Sigrid Schmiedl, MA brachte im Rahmen der Diskussion die Sicht der Praxis und vor allem den Bedarf aus Arbeits- und Organisationspsychologischer Sicht und der Sicht der Unternehmensberatung ein. Die Quintessens ist: "Es braucht mehr psychosoziale Unterstützung für MitarbeiterInnen"! Der Bedarf an Organisationsentwicklung im Gesundheitswesen ist sehr groß, die Awareness diesbezüglich kann als gering ausgeprägt eingestuft werden.

Denn europäische Gesundheitsstatistiken zeigen, dass pflegende MitarbeiterInnen in der stationären Altenpflege einen bedeutsam schlechteren psychophysischen Gesundheitszustand aufweisen wie andere Berufsgruppen. Eine Zunahme bei der Arbeitsmenge, Zeitdruck, Lärm, Konflikte, schlechtes Teamklima, bei geringer Anerkennung und Wertschätzung kennzeichnen den Alltag.
Empirischen Daten betreffend des aktuellen Wissensstands im Bereich beruflicher Belastungen von Pflegekräften in Österreich sind aus BeraterInnensicht völlig unzulänglich vorhanden. Flächendeckende Daten auf Bundesebene fehlen als notwendige Grundlage für passgenaue Interventionen im Bereich der Organisationsentwicklung.
Mehr psychosoziale Unterstützungsprogramme wie fix implementierte ArbeitspsychologInnen, regelmäßige Teamentwicklungen, Sensibilisierung für psychosoziale Themen, eine Bereitschaft für Supervision und Beratung und die laufende Weiterbildung der MitarbeiterInnen aber auch die Organisationsentwicklung wird benötigt.

Siegrist, J./ Dragano, N. (2008): Psychosoziale Belastungen und Erkrankungsrisiken im Erwerbsleben; Psychosocial stress and disease risks in occupational life. Results of international studies on the demand-control and the effort-reward imbalance models. Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesund-heitsschutz, 2008, Vol.51(3), S. 305-312.

GÖG – Gesundheit Österreich GmbH (2007): Pflegebericht 2007. URL: http://bmg.gv.at/home/Schwerpunkte/Praevention/Berichte/Oesterreichischer_Pflegebericht_2007 [Eingesehen am 19.05.2017]
SFS - Sozioökonomische Forschungsstelle (2011): Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen in den Gesundheitsberufen. URL: http://noe.arbeiterkammer.at/bilder/d122/Gesundheitsberufe.pdf [Eingesehen am 19.5.2017]

BMASK (2014): Österreichischer Pflegevorsorgebericht. Wien: BMASK 2014.
https://broschuerenservice.sozialministerium.at/Home/Download?publicationId=327 [Eingesehen am 19.5.2017]

Angerer, P., Siegrist, K. & Gündel, H. (2014). Psychosoziale Arbeitsbelastungen und Erkrankungsrisiken: Wissenschaftliches Gutachten (Expertise) im Auftrag des Landesinstituts für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. In K. Seiler & P.-J. Jansing (Hrsg.), Erkrankungsrisiken durch arbeitsbedingte psychische Belastungen (S. 30–169). Düsseldorf: Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen.

1. Gesundheitspolitisches Sonderforum

"Werden Sie Fit für Ihre persönliche Veränderung"

"Wir hinterlassen gemeinsam Fußabdrücke mit Ihnen"

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